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des SHOTOKAN KARATE VERBANDES DEUTSCHLAND
Wegen des Grundkonzeptes des SKVD, das sich auf die traditionelle Auslegung des Karate bezieht, liegt der medizinische Schwerpunkt im Breitensport und im traditionell japanischen Verständnis der Kampfkunst. Diese Vorstellung beinhaltet konventionelle Trainingsmethoden ergänzt um die neusten Entwicklungen der Sportmedizin und -methodik. Nach unserer Auffassung ist eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung eines Karatekas nur bei ausgewogenem Training unter Wahrung der allgemein menschlich geltenden Werte wie Respekt, Disziplin, Toleranz und Weltoffenheit möglich. Da der Leistungssport nur ein Teil des Gesamten bildet und definitiv nicht im Zentrum der Zielsetzung liegt, werden negative Aspekte des modernen Sportes wie Doping, pathologische Konkurrenz, schwere Verletzungen bei den Wettkämpfen im SKVD nicht beobachtet.
Die Ziele der von mir geleiteten medizinischen Kommission des SKVD sind:
- Medizinische Beratung der SKVD-Mitglieder.
- Schulung der Dojo-Leiter, Kampfrichter und Karatetrainer bezüglich der ersten Hilfe, Prävention, Verletzungsprophylaxe sowie der aktuellen Entwicklungen und Trends in der Sportmedizin.
- Ärztliche Betreuung der Karateka bei den Wettkämpfen.
- Koordination der medizinischen Aktivitäten und Projekte im Verband mit Einbindung der Ärzte und des medizinischen Personals.
- Sportmedizinische Betreuung des Nationalkaders.
- Austausch auf der internationalen Ebene mit anderen medizinischen Kommissionen der Nationalverbände unter dem Dachverband der Japan Shotokan Karate Association (JSKA) unter der Führung des Shihans Keigo Abe (9. Dan).
- Statistische Erfassung der Verletzungen und der eventuellen Überlastungserscheinungen.
Die Medizinische Kommission des SKVD ist eine in ihrer Wirkung unabhängige Instanz und derer Leiter wird vom Cheftrainer Shihan Dieter Flindt (7. Dan) berufen.
Wir möchten alle Karate-Lehrer, Dojo-Leiter und Mediziner im SKVD herzlich zu einer engen Zusammenarbeit im Interesse unseren Mitglieder einladen. Wir empfehlen die Durchführung der regelmäßigen Schulungen (Vorträge und praktische Übungen) zum Beispiel im Rahmen der Lehrgänge bzw. Kampfrichterseminare. Bei jedem Wettkampf mit Jiyu-Kumite muss selbstverständlich, wie in der Vergangenheit praktiziert, ein approbierter Arzt die medizinische Betreuung übernehmen. Bei Rückfragen stehe ich und die Mitglieder der Medizinischen Kommission Ihnen/ Euch jederzeit gerne zur Verfügung.
Die Medizinische Kommission des SKVD wird vom Verbandsarzt Mathias Tomala geleitet. Der Chirurg übt seit 1981 Karate und war Finalist von vielen nationalen und internationalen Turnieren sowie mehrfacher Landesmeister in Kumite. Im Jahre 2008 gewann er während der Karate-Weltmeisterschaft (JSKA) in Manchester mit dem Nationalteam im Kumite die Silbermedaille.
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